Von Gipfel zu Gipfel
Ein langer Fahrtag lag vor uns, als wir die freundlichen Gastgeber in Wakan verlassen. Es heißt ja, dass der Weg das Ziel ist. Aber was für ein Ziel! Die abenteuerliche Piste ging es zunächst zurück, bis wir dann Richtung Rustaq abbogen. Der erste Halt führte uns zu einer kleinen Moschee, an der Bademöglichkeiten gegeben waren. Wenigstens die Füße sollten zu einer Wäsche kommen. An das 60 Grad warme Wasser mussten wir uns aber erst gewöhnen. So abgehärtet ging es den Bergen entgegen. Was heißt hier Berge? Mohammed steuerte das Auto souverän bergauf, bergab, ständig in Kurven und Kehren. Omans zerklüftete, bizarre Bergwelt wirklich zu beschreiben ist unmöglich und wird mit den Bildern ohnehin nicht widergespiegelt. Wer diese Welt erleben will, muss hierherkommen. Uns hat es abwechselnd sprachlos gemacht, dann zu restloser Begeisterung gebracht. In den tief eingeschnittenen Tälern immer mal wieder verstreute Siedlungen. Dort, wo es Wasser gab Felder und Palmen. Zuverlässige Begleiter im Fels, an und auf der Piste waren die Ziegen in allen Farben mit ihrem üppigen Fell. Weite Strecken nur im Schritttempo gefahren, waren wir dann auf 2 100m (und bei 14 Grad Celsius) angekommen. Und siehe da – ein Kaffee! Gerade richtig verlorene „emotionale Energie“ aufzufüllen. Dann aber hatten wir eine ordentliche Asphaltstraße, die uns nach Al Hamrah brachte. Ein Teil des Ortes ist, als alte Stadt erhalten, Museum. Das 400 Jahre alte Haus des Häuptlings/Anführers der Altvorderen ist als zu besuchendes Museum mit vielen Details ausgestattet. Wir haben zugesehen, wie das traditionelle Brot gebacken und bunte Bänder geklöppelt wurde. Bei einem Kaffee mit Kardamom und Datteln und einem Tee ausgeruht, war es Zeit für die letzte Etappe. Am Rande des „Grand Canyon“ des Oman verbringen wir nun eine Nacht im „Jebel Shams Resort“ bei 2000m Höhe, ehe es morgen nach einer Wanderung Richtung Nizwa weitergeht.
Beate
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